Aktuelle Infos

Hier finden Sie aktuelle Infos und Empfehlungen der Landeskirche zur Corona-Krise

Bild mit Figur, die sich überlegt wie es weitergeht
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Corona: Evangelische Kirche in Bayern gibt Tipps und Empfehlungen für Kirchengemeinden

 

Neue Hygiene-Auflagen: Diese Corona-Regeln gelten jetzt für Gottesdienste in Bayern

 

Trotz der Corona-Pandemie sind in Bayern Gottesdienste möglich. Allerdings nur mit strengen Hygiene-Regeln. Am 10. Dezember veröffentlichte die bayerische Landeskirche (ELKB) aktualisierte Empfehlungen.

Grundlage für alle Veranstaltungen im kirchlichen Bereich ist weiterhin ein Infektionsschutzkonzept, das schriftlich vorliegen und von einem Leitungsgremium, wie Kirchenvorstand oder Dekanatsausschuss, bestätigt sein muss.

Die aktualisierten Empfehlungen im Überblick:

Corona-Regeln für Gottesdienste

  • Die Teilnahme an einem Gottesdienst gilt als "triftiger Grund", das Haus zu verlassen.
  • Maskenpflicht: Auch Gottesdienstbesucher müssen künftig in bayerischen Kirchen FFP2-Masken tragen. Dies gilt auch am Platz und im Freien. Sogenannte Faceshields, Kunstoff-Visiere, ersetzen in Bayern keine Mund-Nase-Bedeckung. 
  • Gesang: Gemeindegesang ist untersagt. Lediglich ein Liturg oder eine Liturgin darf ebenso wie ein kleines Ensemble oder Instrumentalensembles singen, sofern ein Abstand zueinander von zwei Metern eingehalten wird. Auch wenn umfangreich Platz vorhanden ist, dürfen nicht mehr als zehn Personen Teil eines Ensembles sein.
  • Mindestabstand: Es gilt immer und überall ein Mindestabstand von 1,5 Metern, Sitzplätze sollen dementsprechend markiert sein. Angehörige des eigenen Hausstands und  Angehörige eines weiteren Hausstands können nebeneinander sitzen, sofern es sich nicht um mehr als 5 Personen handelt.
  • Besucherzahl: Die erlaubte Gesamtbesucherzahl ergibt sich aus der mit Mindestabstand möglichen Anzahl der Sitzplätze. Zudem gilt laut Bayerischer Staatskanzlei künftig für Gottesdienste, die mehr als zehn Teilnehmer erwarten lassen, eine Anzeigepflicht bei der zuständigen Kreisverwaltungsbehörde, "sofern keine generellen Absprachen getroffen wurden".
  • Gottesdienstdauer: Es wird empfohlen, für Gottesdienste maximal eine Stunde zu veranschlagen.
  • Liturgisches Sprechen und Predigen: Bei einem Mindestabstand von zwei Metern ist das Sprechen vor der Gemeinde ohne Mund-Nase-Bedeckung möglich.
  • Abendmahl: Abendmahl ist nur in Form der Wandelkommunion erlaubt, der Mindestabstand von 1,5 Metern muss eingehalten werden. 
  • Kollekte: Die Kollekte wird nur am Ausgang eingesammelt oder digital erhoben. Eine digitale Plattform wurde geschaffen, über die landeskirchliche Kollekten digital eingelegt werden können.
  • Gottesdienste im Freien: Es gelten die selben Regeln wie für Gottesdienste in Innenräumen.
  • Ausgangssperre: Die bayernweit gültige nächtliche Ausgangssperre von 21 Uhr bis 5 Uhr gilt auch für Kirchgänger. Tagsüber gilt das Verlassen des Hauses für einen Gottesdienst als "triftiger Grund".

Weitere Informationen zu den aktuellen Corona-Regeln finden Sie auf der Homepage der Landeskirche.

 

Krankenabendmahl, Begleitung Sterbender, Besuche zu Hause sowie in Alten- und Pflegeheimen

Seelsorgebesuche bei einsamen oder isoliert lebenden Gemeindegliedern sollen unter Beachtung der notwendigen Schutzmaßnahmen als Priorität gelten. Viele alte Menschen belastet ihre Einsamkeit in der Weihnachtszeit besonders.

Krankenabendmahl bei Beachtung der Schutzmaßnahmen ist möglich.

Spezielle Besuchs- und Schutzregelungen für Patienten und Bewohner (§ 9)

Bei dem Besuch im Krankenhaus gilt Maskenpflicht und das Gebot, durchgehend den Mindestabstand von 1,5 m einzuhalten.

Bei dem Besuch von vollstationären Einrichtungen der Pflege, Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen und ambulant betreuten Wohngemeinschaften, Altenheimen und Seniorenresidenzen ist für Seelsorger und Seelsorgerinnen zu beachten, dass jeder Bewohner und jede Bewohnerin täglich von höchstens einer Person besucht werden darf, die über ein schriftliches oder elektronisches negatives Testergebnis in Bezug auf eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 verfügt und dieses auf Verlangen nachweisen muss. Jeder Besucher hat zu jeder Zeit innerhalb der Einrichtung eine FFP2-Maske zu tragen und nach Möglichkeit durchgängig den Mindestabstand von 1,5 m einzuhalten (§ 9 Abs. 2 Nr. 1).

In begründeten Fällen kann die Einrichtungsleitung ihr Hausrecht ausüben und den Zugang in die Einrichtung weiter einschränken.  Die Begleitung Sterbender ist jederzeit zulässig.

Begleitung und Nähe sind jedoch nicht nur für Kranke und Sterbende wichtig. Einrichtungsleiter*innen, Seelsorger*innen und Fachreferent*innen haben daher gemeinsam einige Unterstützungsmöglichkeiten und Ideen entwickelt:

 

Kirchenmusikalische Veranstaltungen und Proben

Konzerte sind derzeit nicht möglich. Für Chöre und Bands gilt derzeit die allgemeine Ausgangsbeschränkung, d.h. es darf nur mit höchstens zwei Hausständen und insgesamt maximal fünf Personen, ohne Anrechnung von Kindern aus diesen Hausständen unter 14 Jahren, geprobt werden. Ausnahme: kleine Ensembles, die für Gottesdienste proben.

Gemeindearbeit, Erwachsenenbildung, Konfi- und Jugendarbeit

Angebote der Erwachsenenbildung nach dem Bayerischen Erwachsenenbildungsförderungsgesetz und vergleichbare Angebote sowie sonstige außerschulische Bildungsangebote im kirchlichen Bereich sind mit Inkrafttreten der 9. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung vorübergehend nicht mehr in Präsenzform möglich. Eine Ausnahme bilden lediglich berufliche Aus-, Fort- und Weiterbildungen, Erste-Hilfe-Kurse sowie Musikunterricht, wenn zwischen allen Beteiligten ein Mindestabstand von 1,5 m, bei Blasinstrumenten und Gesang ein Mindestabstand von 2 m gewahrt ist (vgl. § 20 der 9. BayIfSMV). Bei einer Sieben-Tage -Inzidenz größer als 200 ist Musikunterricht in Präsenzform allerdings untersagt (§ 25 Satz 1 Nr. 4).

 

Veranstaltungen gemeindlicher Gruppen und der Erwachsenenbildung sowie Führungen (auch im Freien) dürfen derzeit nicht in Präsenzform stattfinden (§ 20 Abs. 1 der 9. BayIfSMV). Online-Angebote sind weiterhin erlaubt!

 

 

Veranstaltungen

Für alle Veranstaltungen, die nicht besonders verfassungsrechtlich geschützt sind, gelten die allgemeinen Ausgangsbeschränkungen, d.h. treffen dürfen sich nur maximal zwei Hausstände mit insgesamt max. fünf Personen, nicht mit eingerechnet Kinder aus diesen Hausständen unter 14 Jahren.

Gremiensitzungen, Konferenzen und Dienstbesprechungen

Es wird dringend empfohlen, auf Präsenzsitzungen ehrenamtlicher Gremien angesichts des Infektionsgeschehens bis zum 5. Januar 2021 zu verzichten. Videokonferenzen und Umlaufbeschlüsse haben sich vielfach bewährt und sollen weiterhin als gute Arbeitsweisen genutzt werden. Genaueres, auch zu den von der Synode beschlossenen Möglichkeiten für digitale Sitzungen finde Sie im Intranet.

 

Kindertagesstätten und Schulen

Für die Kindertagesstätten und Schulen gelten die staatlichen Regelungen.

Vgl. für den Bereich der KITAs die Seiten des Staatsministeriums für Familie, Arbeit und Soziales und des Evangelischen KITA-Verbands Bayern und für den Bereich der Schulen (Lehrkräfte / Religionsunterricht) die Seiten des Kultusministeriums. Die Schulreferent/innen der Dekanatsbezirke werden vom Landeskirchenamt regelmäßig über neue Entwicklungen informiert. Vorschläge für den Religionsunterricht finden sich auf den Seiten des Religionspädagogischen Zentrums.

NEU: Kooperativer Religionsunterricht

 

 

Der RU ist auch in Zeiten von Corona aufgrund des Verfassungsgebotes als konfessioneller Unterricht durchzuführen und darf nicht zu einem allgemein wertekundlichen Unterricht modifiziert werden.

Zu Schulgottesdiensten, Gottesdiensten in KiTas und Horten s. oben

Besonderen Schutzmaßnahmen, die an den Schulen im Freistaat Bayern bis Weihnachten gelten (Distanz- und Wechselunterricht).

Lehrkräfte aus Risikogruppen: Eine ärztliche Bescheinigung, wonach der Einsatz im Präsenzunterricht u. ggf. Notbetreuung nicht vertretbar ist, gilt längstens 3 Monate, danach ist eine ärztliche Neubewertung erforderlich. Für alle schwangeren Beschäftigten (Beamtinnen und Arbeitnehmerinnen) und Schülerinnen gilt derzeit bis auf Weiteres ein betriebliches Beschäftigungsverbot für eine Präsenz-Tätigkeit in der Schule.

Für die vom Präsenzunterricht freigestellten Lehrkräfte kommen ggf. Teamlehrkräfte bzw. - bei befristeter Anstellung durch die ELKB – Pädagogische Unterrichtshilfen zum Einsatz  ggf.  mit Duldung statt Vocatio.

Bei Erkrankung der Lehrkraft: Das Vorgehen ist geregelt im staatlichen Rahmen-Hygieneplan (Intranet). Beachten Sie auch die Empfehlungen zum Verhalten bei Erkältungssymptomen.

Vorgehen bei Erkältungssymptomen

Für Dienst in der Schule gelten die staatlichen Regelungen. Dienst außerhalb der Schule wird verantwortlich nach Schwere der Symptome und möglichen Personenkontakten während des Dienstgeschäfts wahrgenommen.

Private Auslandsreisen

Die ELKB übernimmt für ihre Pfarrer/Pfarrerinnen und Kirchenbeamten/Kirchenbeamtinnen wie das Kultusministerium diestaatlichen  Regelungen zu privaten Auslandsreisen in Corona-Krisengebiete:

Wer in ausländisches Risikogebiet reist und die Quarantäne nicht im schon genehmigten Urlaub durchführen kann, kann keine Freistellung vom Dienst erhalten und muss entweder Telearbeit oder, falls nicht möglich, Erholungsurlaub oder Sonderurlaub unter Wegfall der Leistungen des Dienstherrn (mit Ausnahme der Beihilfe) beantragen.

Analog wird diese Regelung auf den Bereich der privatrechtlich Beschäftigten übertragen.
Die Einreise-Quarantäne-Verordnung ist zudem zu beachten.

Soforthilfe Corona für Menschen in Notlagen – in Bayern und in den Partnerkirchen weltweit

Das DW-Bayern und Mission EineWelt erbitten Spenden:

Diakonisches Werk Bayern:
DE20 5206 0410 0005 2222 22
Stichwort: Soforthilfe Corona

Weitere Informationen

Mission EineWelt:
DE56520604100101011111;
BIC: GENODEF1EK1
Stichwort: Corona-Hilfsfonds 1410160

Weitere Informationen

Rückfragen

Gerne stehen für Rückfragen Ihr Regionalbischof bzw. Ihre Regionalbischöfin bereit. Falls Antworten nicht direkt möglich sind, werden Rückfragen auch die zuständige Fachabteilung weitergeleitet. Bitte Dekan bzw. Dekanin in jedem Fall in cc setzen.

 

 

Quelle https://corona.bayern-evangelisch.de/Empfehlung.php